Labim in Kürze

Labim

Im Jahre 1991 erkannten fünf Kinobegeisterte das Potential hinter dem ungenutzten Gebäude am Töpferplan 3 und gründeten das Kino La Bim als erstes hallesches Programmkino, welches im Laufe der Zeit zu einer festen Anlaufstelle für Fans von außergewöhnlichen und anspruchsvollen Filmen avancierte. Unter dem persönlichen Engagement seiner ehrenamtlichen Mitglieder wuchs es über die eigentliche Kinoarbeit hinaus und entwickelte sich zu einem Repräsentanten nicht-kommerzieller Kultur jenseits des breiten Geschmacks. Mit seinen filmischen Beiträgen zu aktuellen politischen und sozialen Themen, begleitenden Diskussionen und Konzertveranstaltungen legte es den Grundstein für die heutige Popularität des Gebäudes am Töpferplan 3 als Ort der unabhängigen Kultur und Begegnung.

Nach dem Weggang des Labim e.V. entstand hier eine Lücke die der im November 2009 neu gegründete Verein Plan 3 e.V. zu schließen versucht. Seine Gründungsmitglieder verbindet zum Teil langjähriges Eigenengagement im Gebäude, zahlreiche Erinnerungen und der feste Wille, die 1991er Wendevisionen von Eigenverantwortung und Mut zur Nischenkultur mit neuem Leben zu füllen. Entsprechend hat sich Plan 3 e.V. zum Ziel gesetzt, die dauerhafte Nutzung des Gebäudes Töpferplan 3 nicht nur weiterzuführen, sondern langfristig auf alle Räumlichkeiten zu erweitern und so dem weiteren Verfall des Hauses Einhalt zu gebieten.

Damit steht Plan 3 nicht nur für den Ort selbst, sondern insbesondere für die Fortführung der Gebäudegeschichte, deren kultureller Bezug – von der Druckerei über das Kino La Bim – durch eine neue Nutzung erhalten werden soll. Die Nutzung der Räumlichkeiten durch einen Einzelverein soll dem Betrieb einer Begegnungsstätte weichen, die durch die Bereitstellung von Raum, Infrastruktur und Engagement lokale Vereine und soziale sowie künstlerische Projekte unterstützt. Mit der Durchführung von eigenen und Fremdprojekten möchte der Plan 3 e.V. einen wertvollen Beitrag zur sozialen und kulturellen Bildung und zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements leisten.

Dank des Labim e.V. hat das Haus auch seinen Namen im letzten Jahr zurück erhalten und wird weiterhin das Labim bleiben.

 

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